Der Heimatverein Rhede (Ems) wünscht allen Mitgliedern, Freunde und Gönnern ein gesegnetes Weihnachtsfest und ein gesundes, erfolgreiches neues Jahr.
Der Heimatverein bedankt sich bei allen Mitgliedern und Helfer, die geholfen haben, das Vereinsjahr 2010 erfolgreich zu gestalten

Unsere Schmiede
Als Anfang der 90ziger Jahre das Museumskonzept für das Landwirtschaftsmuseum in Rhede erstellt wurde, war auch eine Schmiede in den Plan aufgenommen worden. Eine Realisierung war jedoch nicht möglich, da die entsprechende Einrichtung nicht vorhanden war und es später an öffentlichen Mitteln fehlte um die Maßnahme durch zu führen.
Im Jahre 2006 bot sich dem Heimatverein Rhede die Möglichkeit, eine Schmiedeeinrichtung zu erwerben. Es handelte sich hier um eine intakte Schmiede im benachbarten Weener. Die Stadt Weener hatte aus finanziellen Gründen nicht die Möglichkeit die Einrichtung zu übernehmen. So kam es, das des einen Leid, des anderen Freude wurde. Der Heimatverein Rhede konnte die Einrichtung vom Ambos bis zur Zange übernehmen. Die Grundvoraussetzung für eine Schmiede war somit geschaffen.
Es folgten Verhandlungen mit verschiedenen Einrichtungen zur finanziellen Unterstützung beim Bau der Schmiede. Aus Kostengründen sollte das Gebäude in Eigenleistung erstellt werden. Als Vorbild des Gebäudes wurde eine Schmiede genommen, die hier in Rhede schon betrieben wurde. Das Bauwerk steht noch heute in Rhede. Es war die Schmiede der Familie Specker.
Die Innenschale besteht aus historischen Steinen, die der Heimatverein schon vor einigen Jahren erhalten hat. Sie waren die Außenhaut des Hauses von Gerd und Minna. Die Steine sind über 100 Jahre alt und alle handgeformt. Wir haben noch Fingerabdrücke und die Spuren von Tierpfoten gefunden. Jeder Stein ist anders geformt. Die alten Steine geben der Schmiede ihre historische Gemütlichkeit und ein schönes Aussehen.
Die Esse in der Schmiede entspricht den Anforderungen, wie sie sich im Laufe der Geschichte der handwerklichen Schmiedearbeit bewährt hat. Auch ist ein Blasebalg zur Anheizung des Feuers vorhanden und funktionsfähig.
Nach Fertigstellung der Schmiede wurde auch das Freigelände rund um das Gebäude durch Pflasterung ebenfalls mit historischen Steinen und durch Aufstellung neuer Exponate freundlicher und ansprechender gestaltet.
Die Mitglieder des Heimatvereins haben für den Bau der Schmiede 1.362 und für die Gestaltung des Außengeländes 345 Stunden erbracht.
Die Schmiede und ihre Einrichtung kann nach Terminabsprache besichtigt werden.