Rheder besuchen Rheder

Im Frühjahr letzten Jahres waren Hubert Deelmann und sein Bekannter, beides Bürger aus Rhede/Westfalen, mit ihren Motorrädern unterwegs und besuchten das Örtchen Rhede an der Ämße. U.a. machten sie auch Rast im Landwirtschaftsmuseum. An diesem Tag arbeitete Marita Kroll im Museum und führte sie durch die Ausstellung. Sie erzählte ihnen auch von den verschiedenen ehrenamtlichen Arbeitsgruppen des hiesigen Heimatvereins, was H. Deelmann sehr begeisterte. Aus dieser Unterhaltung entstand die Idee, dass beide Heimatvereine sich besuchen und austauschen sollten.

Ab Mai diesen Jahres planten H. Deelmann und M. Kroll dieses Treffen. Es wurde viel telefoniert und gemailt. Die Programmgestaltung für diesen Tag organisierte der Heimatverein Rhede/Westfalen.

Am 27. September 2017 fuhren 52 Rheder Bürger, Mitglieder und Nichtmitglieder, mite dem Busunternehmen Gottschald aus Rhede an der Ems nach Rhede an der Aa in Westfalen.

Nach der herzlichen Begrüßung durch die Heimatvereinsvorsitzende Elfriede Heitkamp und Bürgermeister Jürgen Bernsmann bedankte sich der hiesige Heimatvereinsvorsitzende Dieter Meyer für die Einladung und erzählte kurz etwas über die Entstehung und  Geschichte des Heimatvereins, sowie des Landwirtschaftsmuseums in Rhede an der Ems.

Auf dem Tagesprogramm stand die Führung durch das Medizin- und Apothekermuseum, eine Stadt und Kirchenbesichtigung, Besichtigung des Schlossparks, sowie der Besuch der Pralinen-Manufaktur Große -Bölting. Verwöhnt wurden die Rheder Gäste mit einem Frühstück im Museum, einem Mittagsbuffet im Vereinshaus sowie Kaffee, Kuchen und einer Kostprobe der handwerklich erstellten Pralinen in der Manufaktur.

Trotz des tagfüllenden Programms blieb auch Zeit, über die allgemeinen heutigen Probleme der Vereine zu sprechen, sei es Mitgliederwerbung, Nachwuchs oder ehrenamtliche Tätigkeiten.

Es war ein rundum gelungener Tag und man war sich einig, den Kontakt zwischen den Heimatvereinen aufrechtzuerhalten. Ein Gegenbesuch hier im Norden ist für 2018 bereits geplant.

Text: Marita Kroll, Heimatverein Rhede

 

 

Die Geschichte der Gründung des Heimatvereins Rhede (Ems)

Heimat ist da, wo wir geboren und aufgewachsen sind oder durch Heirat oder Umzug leben, also dort wo wir uns wohlfühlen. Besonders die Traditionen und die örtlichen Bräuche geben der Gemeinschaft einen Zusammenhalt.

Die Verbundenheit mit unserem „Heimat“-Ort hat uns vor nunmehr einem Vierteljahrhundert bewogen, über die Gründung eines Vereins nachzudenken, in dem es zu einen durchaus um den Erhalt von Traditionen, zum anderen aber sehr wohl auch um die Gestaltung der Gegenwart und der Zukunft gehen sollte. Anstoß dafür gab die 1979 mit großem Erfolg begangene 1150-Jahrfeier unserer Gemeinde Rhede (Ems).

Schon bei den Vorbereitungen für die Jubiläumsfeiern und den Festumzug durch die Gemeinde merkte man, wie groß das Zusammengehörigkeitsgefühl und die Verbundenheit mit dem Heimatort war.

In den Gesprächen ging es um Gemeinschaft, Nachbarschaft, gemeinsame Wurzeln und viele weitere Themen. Es entwickelte sich immer klarer die Idee, in Rhede einen Verein zu gründen, der sich mit eben diesen Inhalten und Ideen beschäftigen sollte.

Im Frühjahr 1980 verdichteten sich die Überlegungen zur Vereinsgründung. Gisela Lüsing-Hauert, Leo Lüsing-Hauert und Albert Vinke planten konkret, was man mit der Gründung eines Heimatvereins erreichen und welchen Personenkreis man ansprechen wollte.

Die Gründungsversammlung wurde auf den 31.10.1980 festgesetzt. Gleich am ersten Abend trugen sich 24 Personen in die Mitgliedsliste ein. Zum Jahresende 1980 hatte der Verein 40 Mitglieder. Heute zählen wir 230 Mitglieder.

Der Verein wird im Jahr 2014 wie folgt geführt:

1. Vorsitzender: Dieter Meyer

2. Vorsitzender: Hermann Stubbe

3. Schriftführer:  Marita Kroll

4. Kassenwart: Otmar Wilkens

5. Beisitzer: Lukas Kröger

Die in der Gründungsversammlung vorgelegte Satzung hat bis heute seine Gültigkeit.

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